09. November 2009, Hannoversche Allgemeine Zeitung
Wiederholung erwünscht
18 hannoversche Chöre bildeten den Auftakt zur diesjährigen Konzertreihe
„Winter in Herrenhausen“.
In fünf Konzerten von Freitagabend bis Sonntagnachmittag wurde ein vielfältiges Programm präsentiert. Volkslieder und Gospel waren dabei, Werke von Monteverdi über Mozart bis hin zu Max Reger erklangen ebenso wie „neuere“ Töne von Komponisten der Gegenwart. Allein schon das Vorhaben, der Vielzahl hannoverscher Chöre ein gemeinsames Podium zu bieten, verdient Beachtung und Anerkennung. Wiederholung unbedingt erwünscht, auch wenn die Zuhörer nicht gleich in Scharen zu jedem Konzert strömten. Von A (Ars Cantorum, dem Frauenchor der Polizei Hannover) bis T (dem Chor „Takt 16“) präsentierte sich die hannoverschen Chorszene und bewies ihre außerordentliche Vielseitigkeit. Mit welchem Selbstverständnis hier die ganze Bandbreite bis hin zu unbestrittenen Spitzenchören vertreten war, lässt sich nicht hoch genug einschätzen. Dazu gehören Mut und Toleranz. Kompliment! Ein gutes Beispiel für die Leitidee von „Chormusik in Herrenhausen“ lieferte das Konzert am Sonnabend. Jeder der vier Chöre hatte sein ganz eigenes Profil, wobei sich dennoch überwiegend „klassische“ Chorsätze wie ein roter Faden durch das Programm zogen. Die Herrenhäuser Chorgemeinschaft (Leitung: Henning Herzog), der Junge Chor Hannover (Karina Seefeldt), der Chor der Medizinischen Hochschule (Ute Schulze) und der Chor der Leibniz Universität (Tabea Fischle) zeigten sich jeweils von ihrer besten Seite und vielfältig nicht nur bei Bach, Beethoven und Brahms. Ein erfolgreicher Abend, auch als Ermutigung für eine hoffentlich gute Zukunft dieses Konzertreigens.